Suche nach Liebe…

…ein “Must have”?
herzenLiebe ist ein komisches Lebensgefühl, entweder man empfindet sie für jemanden oder man glaubt, auf der Suche nach Liebe zu sein… Jedoch: brauchen wir die Bestätigung im anderen? Warum reicht es manchmal nicht aus, Liebe in sich/für sich selbst zu empfinden? Welche Dogmen und Glaubenssätze veranlassen uns dazu, eine Bestätigung von außen spüren zu müssen, um uns geliebt zu fühlen? Und überhaupt: wie definiert man Liebe überhaupt? Empfindet ein einzelner Mensch das Wort “Liebe” selbst nicht auch individuell? Ist es vielleicht daher so schwierig für viele Menschen, den “passenden” Part zu finden? Wieso soll eigentlich ein Partner gebraucht werden um Liebe zu empfinden? Darf es auch mal Liebe für sich selbst sein ohne das man von anderen als “gefühlstot” oder gar als “egoistisch” betitelt zu werden? Warum haben so viele Menschen Angst vor dem Allein-sein und glauben, nur mit einem passendem Partner “vollkommen” zu sein? Es kommen Menschen auf mich zu, Singles oder in einer festen Beziehung und teilweise sogar verheiratet und/oder teilweise sogar Kinder haben, in einer “guten”, gesicherten” gesellschaftlichen Stellung leben und dennoch innerlich auf der Suche nach einem/r “besserem/r” Partner/in sind,- teilweise auch, weil sie im Glauben sind ihre innere Leere ausfüllen zu müssen. Traurig und alarmierend zugleich wie ich finde. Einerseits belügen sich diese Menschen, indem sie einerseits in ihren selbstgewählten Rollen verbleiben und auf ein “Happy End” hoffen und andererseits, weil sie alle Menschen um sie herum belügen um sich nicht preisgeben zu müssen, dadurch ein schlechtes Gewissen mit sich herumtragen das sie tiefer in diese empfundene Leere fallen lässt. Sie haben ihre/n Partner/in nicht betrogen und dennoch: dem Gefühl, das in ihnen hoch kommt können sie nicht entfliehen und sie winden sich mehr und mehr in alltäglichen Ausflüchten: “Ich hab doch alles… ich kann zufrieden sein… es hätte mich schlimmer treffen können… das gibt sich wieder… ich bin nur grad in einer Krise, das vergeht auch wieder…”

Ja? Ist es so einfach, sich selbst zu belügen? Wo fehlt es denn genau in einem selbst das man glaubt, dieses fehlende Stück im “anderen” finden zu müssen? Wann ist es eigentlich aufgefallen das da persönliche, als wichtig empfundene Parts fehlen? Wieso sollten diese fehlenden Parts von einem Partner “aufgefüllt” werden? Sind wir nicht selbst dafür verantwortlich, uns “vollkommen” zu fühlen? Und was wäre dazu eigentlich nötig?
Ups, sind wir am springendem Punkt angelangt? Müssten wir nicht selbst in Aktion treten und eben nicht unsere Sehnsüchte einfach auf den Partner “abwälzen”? Ohne frustriert zu sein wenn der Partner genau diese “Ansprüche” nicht erfüllt? Nun wären wir also an einem Punkt angelangt, an dem überlegt werden könnte, was wir eigentlich von einer Partnerschaft erwarten: Eine Ergänzung oder eine Erweiterung…? Beide Varianten tragen das Risiko mit sich, das sich die Wege trennen könnten,- aber trägt nicht alles im Leben eine Spur Risiko mit sich? Da taucht die nächste Frage auf: Inwiefern bin ich bereit, ein Risiko einzugehen? Habe ich den Mut, vielleicht mehrmals hintereinander beim Punkt “Null” anzufangen oder gehe ich lieber auf Nummer “sicher” und gebe mich mit dem zufrieden, das ich mir “geangelt” hab? Und oh, ich vergaß: Reicht mir “Zufriedenheit” aus?

Da wären wir dann wieder beim Thema “Leere”: Was fehlt mir? Und was brauche ich genau, um mich nicht mehr “unvollkommen” zu fühlen?

Sicher, manche Singles sagen vielleicht das “das Kuscheln etc.” fehlt oder das man nicht mehr “alles alleine entscheiden” müsste usw., aber braucht man diese Dinge wirklich um Liebe für und/oder von einem/r Partnern/in zu empfinden? In den Arm genommen zu werden nun,- das könnte ein/e gute/r Freund/in übernehmen,- und gute Ratschläge von Freunden in Entscheidungsdingen sind meistens auch Gold wert – also: was ist es dann genau, was wir mit Liebe/Partnerschaft “in Wahrheit” verbinden?

Falls Du liebe/r Leser/in gerade in dieser Situation steckst: weißt Du es? Zwinkerndes Smiley

°Minja°

Ich bin 47 Jahre, Sternzeichen Fische mit Aszendent Krebs und dem Merkur im Wassermann... Na, dies interessiert Dich wahrscheinlich weniger... Ich bin Kartenlegerin und trage in verschiedenen Energiesystemen den Titel "Reikimeisterin/lehrerin".

Ein Gedanke zu „Suche nach Liebe…

  1. Hallo Tanka,
    ich lebe die Liebe zu einem Mann, gerade ohne jegliche Rollenidentifikation. Er ist nicht „mein Partner“, „mein Mann“ ect. Da an diese Identifikationen auch nichts gekoppelt ist wie z. B. : Weil ich einen Partner habe muss ich Sorge für ihn tragen, ist gerade alles sehr entspannt für mich. Wir experimentieren gerade mit dem Versuch keine Beziehung zu haben und trotzdem die Wahrheit unserer Liebe zu leben. Tatsächlich – oh Wunder – löst sich mein Beziehungskopfkonstrukt auf, daß mein Verhalten wie programmiert gesteuert hat. In diesem Konstrukt waren Beziehungsmuster konditioniert, die auch von meinen Ahninnen gelebt wurden. Dieses Konstrukt hat mir bisher sehr viel Leid verursacht und mich in Illusionen gefangen gehalten. Das Beziehungskopfkonstrukt zerfällt Tag für Tag ein wenig mehr. Liebe wird für mich spürbarer, empfindbarer, lebbarer, als je zuvor. Ich räume auf und schaffe Platz für sie und das ist eine angenehme, freudvolle Art für mich zu leben !
    Liebe schenkt mir das was ist, weil sie weiß, daß ich mehr nicht brauche.
    Chela

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